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Neue Filme müssen mittlerweile sogar geschützt werden

Früher war das Leben für Filmemacher und Produzenten deutlich einfacher. Die einen besorgten das Geld für die Finanzierung des Films, die anderen versuchten einen möglichst guten Film zu machen, damit die Einspielergebnisse die Kosten für die Herstellung wieder einfuhren. Der Ablauf dabei war klar strukturiert. Zunächst besorgten die Produzenten Geld, damit neue Filme gedreht werden konnten. Die Filmemacher, also Regisseure, Schauspieler und Crew lieferten einen guten Film ab, der dann möglichst effektiv beworben wurde, damit möglichst viel Publikum ins Kino gelockt wurde. Dass die Werbemaßnahmen wiederum eine nicht unerhebliche Menge Geld kosteten, versteht sich von selbst. War der Film dann eine gewisse Zeit in den Kinos gelaufen und das Interesse der Medien und Zuschauer daran verebbt, wurde das Werk in den meisten Fällen nach einiger Zeit auf Video oder auf DVD veröffentlicht, um so nochmals Geld in die Kassen der Hersteller zu spülen. Dieser Ablauf funktionierte viele Jahre lang zur Zufriedenheit beider Seiten, der Hersteller und der Konsumenten der Filme.

Mittlerweile hat sich der Ablauf aber gewaltig geändert. Dank neuer Technik entscheiden häufig nicht mehr die Verantwortlichen, wann und ob ein Film veröffentlicht wird. Heutzutage landen neue Filme schon im Internet, bevor der offizielle Start in den Kinos überhaupt erfolgt ist. Sehr zum Ärger der Verantwortlichen ist es schon vorgekommen, dass Probevorführungen noch nicht fertiggestellter Filme heimlich mitgefilmt und ins Internet gestellt wurden. Solche Vorfälle sind für die Betroffenen natürlich der „worst case“. Denn jeder, der ein bisschen Ahnung vom Internet hat, weiß, dass Inhalte, die einmal im Netz veröffentlicht wurden, nicht mehr aufzuhalten sind. Die Internetgemeinde kopiert und archiviert in einem rasenden Tempo. Und reicht äußerst freigiebig alles weiter. Deswegen müssen die Verantwortlichen mittlerweile zu rigiden Maßnahmen greifen, um dem Treiben der Internetpiraten ein Ende zu setzen. Neben Klagen in Millionenhöhe gegen die Schuldigen wird deshalb auch versucht, sich präventiv vor der Veröffentlichung der Filme im Internet zu schützen. Immer öfter wird deshalb bei der Vorführung neuer Filme auf Technik wie Überwachungskameras und Störsender gesetzt, die das Abfilmen während der Vorstellung verhindern sollen.

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